Ich liebe Ordnung und hasse Aufräumen


Hey Witch,

die Jungfrau hat mich erwischt. Und es nervt mich so hart! Letzte Woche waren es zwei Schubladen, diese Woche hab ich meine Küchenschränke aufgeräumt, alle. Ich bin total chaotisch, liebe Ordnung, aber hasse Aufräumen. Finde den Fehler. Und jetzt kommt die Jungfrauzeit und Unordnung nervt mich gerade noch mehr als sonst. Der Stapel auf dem Schreibtisch, der mich seit Juni kein bisschen interessiert hat, nervt mich auf einmal jeden Morgen. Falls es dir gerade genauso geht: Hey, lass uns einfach mal in die Jungfrauenergie fallen lassen.

Was ist denn die Energie der Jungfrau? Stell sie dir als die Frau auf dem Feld vor, mitten in der Ernte. Während der Löwe noch feiert, dass überhaupt was gewachsen ist, steht sie längst zwischen den Halmen und sortiert: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. (Na, wer kennts noch.) Okay, ich schweife ab. Aber die Jungfrau will aufräumen und sortieren. Und die liebt was praktisch ist und Heilung.

Dazu ist sie ein Erdzeichen, und Erde ist herrlich unromantisch, sie will wissen, was die Sachen wirklich bringen. Dazu regiert Merkur, der Planet des Denkens, und deshalb läuft in diesen Wochen dein Kopf auf Hochtouren, manchmal auch nachts um halb drei. Das ist die Gabe dieser Zeit und gleichzeitig ihre größte Baustelle. Falls du tiefer in die Jungfrau-Energie eintauchen willst, mit meinem Kehraus-Putzzauber und den Ölen und Steinen dieser Wochen: Den ganzen Artikel zur Jungfrau-Saison kannst du hier lesen.

Der Blick, der überall zuerst das sieht, was scheiße ist. Und dann ist da diese Stimme, die du ständig hörst und die dir sagt, das reicht noch nicht. Ich höre meine schon sagen: „Warum musst du immer alles rumliegen lassen? Warum kannst du nicht einfach ordentlich sein?“ Genau um die geht es in meinem Jungfrau-Workbook „Das reicht“, vier Wochen, die in deinem Kopf aufräumen. Du findest raus, wem die Stimme gehört, du schreibst ihre Sätze wörtlich auf, nimmst ihnen den Zauber und dann zack einfach rausschmeißen.

Jungfrau-Zeit, Das reicht. Das Workbook für die Jungfrau-Saison vom 22. August bis 22. September Inhaltsverzeichnis des Jungfrau-Workbooks

Vier Wochen, die im Kopf aufräumen

Das ist die Energie in der nächsten Woche

Der Montag ist der beste Tag der Woche, und das sage ich selten über einen Montag. Weil Montage sind Gefühlstage, und da hab ich's oft nicht so mit. Aber Jupiter und Saturn stehen im Trigon, das heißt, das große Wachstum und die stabile Struktur ziehen ausnahmsweise am selben Strang. So ein Winkel ist selten, und er bedeutet: Was du jetzt beginnst, hat richtig gute Chancen geil zu werden. Der Widder-Mond gibt dir den Mut dazu, und der abnehmende Mond nimmt dir altes Gewicht ab. Wenn du dir in diesem Jahr einmal selbst ein Versprechen gibst, dann heute. Wie das geht, steht weiter unten. Ich hab da ein Ritual für dich.

Am Dienstag ist Monatserster (WTF, schon September?), und der Himmel macht es spannend. Merkur und Mars stehen im Sextil, das heißt, deine Worte haben Schub, ein guter Moment für das Gespräch, das du schon so lange aufgeschoben hast. Gleichzeitig stellt sich Mars quer zu Saturn, du trittst also aufs Gas und spürst zugleich eine Bremse. Heißt aber nicht Stop, heißt nur, wirf nicht alles über den Haufen. Eine Sache mit Nachdruck, der Rest darf warten. Der Stier-Mond erdet dich dabei.

Der Mittwoch ist eine kleine Gnade: Stier-Mond und keine Aspekte am Himmel, nichts drängt und nichts muss geklärt werden. Iss langsam, spür den Boden unter den Füßen. Am Donnerstagnachmittag ziehen die Zwillinge ein, und dein Kopf wird gesprächig und neugierig, geh ruhig einem Gedanken nach, der dich schon länger kitzelt.

Am Freitagvormittag ist Letztes Viertel, das ist die Mondphase fürs Ausmisten. Perfekt für alles, was seit dem Kehraus von letzter Woche noch rumliegt: der volle Downloads-Ordner, das Abo, das du eh nie nutzt, die drei Newsletter, die du immer ungelesen wegklickst. Digital zählt auch. Weil jedes Ding ist ein: „Ich müsste mal, ich könnte mal.“ Oder ein vorwurfsvolles: „Machst du ja sowieso nicht!“ Am Samstagnachmittag zieht der Mond in den Krebs, und das Wochenende wird kuschelig. Koch dir was Leckeres, am besten das Rezept von deiner Oma, und bleib zu Hause. Lad dir vielleicht Menschen ein, die du magst. Und merk dir schon mal den 11. September vor, da kommt der Neumond in der Jungfrau, da wird jungfraumäßig ausgesät.

Dein Ritual für morgen: Der September-Vertrag

Das hier bekommen meine Story-Follower erst morgen früh, du kriegst es heute schon. Du brauchst eine Kerze, einen Stift und ein festes Blatt Papier. Und jetzt pass auf: Saturn ist der Planet der Verträge, der alte Herr liebt Abmachungen so richtig förmlich mit Unterschrift und so. Jupiter sorgt im Trigon dafür, dass aus kleinen Abmachungen große Dinge wachsen. Also schließt du morgen Abend einen Vertrag, und zwar mit dir.

Zünde die Kerze an und überleg dir eine einzige kleine Sache, die du im September für dich tun willst. Und die muss so klein sein, dass sie bei dir auch an einem müden Donnerstagabend klappt: zehn Minuten lesen vorm Schlafen, ein Glas Wasser vor dem ersten Kaffee, zweimal die Woche um den Block gehen.

Schreib sie als einen Satz auf, der mit „Im September“ beginnt. Und dann der wichtigste Teil: Setz deine Unterschrift darunter, mit vollem Namen, so wie unter einen echten Vertrag. Dein Gehirn nimmt Unterschriebenes ernster als nur Gedachtes, die Psychologie nennt das Commitment. Ich nenne es Magie mit Saturn-Einschlag. Dann lösch die Kerze, damit ist der Vertrag besiegelt, und häng ihn dahin, wo du ihn jeden Tag siehst. Kleingedrucktes gibt es keins, und wenn ein Tag ausfällt, läuft der Vertrag einfach weiter. Aber hey, das ist kein Freifahrtschein. Bei zwei Tagen hintereinander wird Saturn eh ungehalten. Und das möchtest du nicht. ;)

Antworte mir gern auf diese Mail und verrat mir, was in deinem September-Vertrag steht. Dann erzähl ich dir, was ich reingeschrieben habe. Ich lese jede Antwort, und ich antworte auch.

Ich wünsch dir ne geile Woche!

Deine nik

P.S. Falls du in der Jungfrau-Zeit Lesestoff willst: „Magie für den Alltag“ von Ella Harrison ist genau das richtige Buch dafür, Hexenwerk für ganz normale Tage. Meine Besprechung liest du hier.

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